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WISSEN: Kefen als süsser Proteinlieferant



Das proteinhaltige Gemüse mit seinem süsslich-zarten Geschmack kann roh oder gekocht genossen werden.

Ursprünglich aus Kleinasien stammend, wird Kefe seit Jahrhunderten auch in Europa angepflanzt. Schweizer Kefe hat von Juni bis August Saison.


Zuckererbse, Kaiserschote, Kiefelerbse, Knackerbse oder Zuckerschote: In der Schweiz bekannt als Kefe, hat das Gemüse noch viele andere Namen. Da Kefen mitsamt Hülse gegessen werden, heissen sie auf Französisch Pois mangetout. Die Kefe ist eine Erbsensorte aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Anders als andere Erbsensorten haben Kefen keine harte, ungeniessbare Pergamentschicht an der Innenwand der Hülse und sind deshalb nicht zäh. Einzig die dünnen Fäden an den Seiten der Kefen kommen beim Rüsten weg.

Kefen können einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten: Sie enthalten wertvolles Protein und Nahrungsfasern, sind aber fettarm. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Vitamin C, Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium. Den höchsten Gehalt a Vitamin C weisen Kefen auf, wenn sie roh verzehrt werden.

Wie es Name Zuckererbse bereits andeutet, haben Kefen einen hohen Zuckeranteil. Der ist für den süssen Geschmack der Erbsensorte verantwortlich. Auf 100 Gramm haben die zarte Hülsenfrucht je nach Zubereitungsart 6 bis 7 Gramm Zucker. Durch diese Menge an Kohlenhydraten haben Kefen mehr Kalorien als andere Gemüsearten.

In der Küche sind Kefen vielseitig einsetzbar: In der Pastapfanne, zu goldbraunen Bratkartoffeln, im frischen Sommersalat oder als Beilage mit Sojasauce und Honig. Beim Zubereiten die Kefen nur kurz dämpfen, sonst werden sie matschig. Blanchierte Kefen halten sich ausserdem mehrere Monate im Tiefkühlfach und können nach der Saison frisch aufgetaut und genossen werden.

Kefen waren früher in Europa nur der Oberschicht vorbehalten, während getrocknete Erbsen in der Gesellschaft eines der Hauptnahrungsmittel darstellten. Im Gegensatz zur Erbse baut die Schweizer Landwirtschaft Kefe nur für den Frischmarkt an und sollte daher auch möglichst frisch zubereitet werden. Im Jahr 2024 wurden auf einer Fläche von rund 8 Hektar 12,4 Tonnen Schweizer Kefe geerntet – davon 2,7 Tonnen Bio-Kefe. Im selben Jahr wurden 351 Tonnen importiert, rund 100 Tonnen weniger als noch 2020. (LID)
(gb)

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