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.METZGEREI: Weltweiter Geflügel-Boom hat viele Gründe

Geflügelfleisch wird als gesund geschätzt, lässt sich vielseitig und einfach zubereiten, ist preisgünstig und wird nachhaltiger produziert als Rotfleisch: Geflügel erfüllt zahlreiche Verbraucheransprüche und befindet sich deshalb seit Jahren auf einem regelrechten Höhenflug. Die Verzehrmengen wachsen kontinuierlich.

Ein Blick auf seinen Nährstoffgehalt verdeutlicht, warum Hähnchen- und Putenfleisch die gesündere Alternative zu rotem Fleisch ist. Geflügel gilt als ausgesprochen fett- und kalorienarm. Je nach Tierart und Teilstück enthalten 100 Gramm Fleisch zwischen 114 bis 173 Kilokalorien und zwischen 3,6 und 11,2 Gramm Fett. Das enthaltene Fett besteht überwiegend aus ungesättigten Fettsäuren, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel und auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Auch der Proteingehalt kann sich sehen lassen: Er liegt zwischen 16 und 24 Gramm pro 100 Gramm Fleisch und punktet mit seiner hohen biologischen Wertigkeit von 80. Und schon 100 Gramm Geflügel decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Niacin zu 77%, an Vitamin B6 zu 37% und Vitamin B12 zu 15%.

Das recht milde Pouletaroma erleichtert Geflügelanbietern die Entwicklung immer neuer Geschmacksrichtungen, die in jede Weltküche passen. Bei der Zubereitung können auch ungeübte Köchinnen und Köche nur wenig falsch machen. Konsumenten schätzen auch seine Vielseitigkeit: Ob ganzes Tier oder Teilstück – für jede Haushaltsgrösse halten die Anbieter eine passgenaue Portionierung vor.



Poulet ist weltweit beliebt, auch fritiert


Umweltbewusste Konsumenten schränken ihren Fleischkonsum ein, weil sie sich um Umweltauswirkungen, den Klimawandel, das Wohlergehen der Tiere und gesundheitliche Folgen ihrer Ernährungsgewohnheiten sorgen. Mit dem Kauf von Geflügel - anstelle von Rotfleisch sehen sie sich auf der ethisch korrekteren Seite. Tatsächlich wartet die Wertschöpfungskette von Hähnchen und Puten innerhalb der gesamten Fleischproduktion mit dem kleinsten CO2-Fussabdruck auf.

Ein weiterer Unterschied zu rotem Fleisch ist der höhere Automatisierungsgrad und die höhere Geschwindigkeit der Linien. Dadurch fallen weniger manuelle Arbeiten am Band an – ausgenommen das Einhängen der Hähnchen am Anfang der Linie. Stattdessen entstehen qualifiziertere Jobs als Linienmanager oder Maschinenbediener. Prozesse wie Betäubung, Rupfen, Bratfertigung, Kühlung, Zerlegung, Filetierung und Verpackung in Reihe lassen sich fast komplett vollautomatisiert und ohne Manpower durchführen. Im Rotfleischbereich sind dagegen noch viele, körperlich anspruchsvolle Zerlegetätigkeiten gefordert. (Messe Frankfurt)
(gb)

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