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SAISON: Vielseitiger gesunder Hèttenkäse

Hüttenkäse hat wenig Kalorien für die vielen wichtigen Nährstoffe, die er uns liefert. Dazu gehören Calcium und wertvolles Protein. Letzteres ist ein super Hungerstopper, weil es gut und lange sättigt und dazu den Muskelaufbau unterstützen kann. Mit ca. 10-13g Protein pro 100g ist Hüttenkäse eine echte Eiweissbombe.

Hüttenkäse wird aus pasteurisierter Schweizer Magermilch hergestellt – und zwar so: Milchsäurebakterien und wenig Lab bringen die Milch zum Gerinnen. Eine Käseharfe zerschneidet den Bruch anschliessend in kleine Körner. Nach dem Auspressen der Molke wird der Käse mehrmals mit Wasser gewaschen. Das Wasser entfernt Säuren, Salze und einen Teil des Milchzuckers und verfestigt die Körner.

Eine leicht gesalzene Mischung aus Schweizer Milch und Schweizer Rahm gibt dem Hüttenkäse seine typische cremige Konsistenz und sorgt für den gewünschten Fettgehalt. Bei vielen Milchprodukten klappt «do it yourself» wunderbar (und macht Spass!). Beim Hüttenkäse geht das nicht. Hier also die Empfehlung: kaufen statt selber machen.

Vielseitig in der Küche

Hüttenkäse kann in der warmen und kalten Küche verwendet werden und schmeckt sowohl süss als auch salzig. Warm zum Beispiel gewürzt als Füllung für Gemüse oder Champignons, zum Überbacken, zu geschwellten Kartoffeln... Kalt als Garnitur für Salate, Suppen oder belegte Brote, als Zutat für Müesli und Desserts oder zu Beeren und Früchten. Tipp: einfach pur oder mit ein paar Kräutern oder Gewürzen als Snack geniessen.

Die körnige Textur ist nicht jedermanns Ding. Aber püriert ist Hüttenkäse ein echter Alleskönner – von salzig bis supersüss. Man kann eine frische Zitronen-Pastasauce daraus zaubern, ein fluffiges Dessert mit Beeren, Pancakes für den Brunch oder Wraps für den Lunch to go. Und ja, sogar Pizza.

Hüttenkäse gehört – wie andere Milchprodukte auch – in die mittleren Fächer des Kühlschranks. Hier herrscht die richtige Temperatur von 4-5°C. Nach dem Öffnen den Hüttenkäse innerhalb weniger Tage aufbrauchen. Das Produkt ist noch verschlossen, aber das Mindesthaltbarkeitsdatum ist abgelaufen? Dann muss man Hüttenkäse nicht sofort wegwerfen. Bei gutem Aussehen, Geruch und Geschmack kann man ihn nach wie vor bedenkenlos geniessen. Man kann Hüttenkäse übrigens auch einfrieren. Nach dem Auftauen ist die Konsistenz allerdings verändert und er eignet sich eher zum Kochen und Backen.

Wer hats erfunden?

Hüttenkäse hat keinen klaren "Erfinder" oder ein einzelnes Ursprungsland. Schon vor über 5’000 Jahren soll es erste Ursprünge des Produkts in Ägypten und Griechenland gegeben haben. Der Legende nach ist er zufällig entstanden, als Reiter Milch in ihren warmen Satteltaschen transportierten. Als sie ankamen, war nicht mehr Milch in den Taschen, sondern Hüttenkäse.

Hüttenkäse im heutigen Sinne wurde besonders im 19. Jahrhundert in Nordamerika standardisiert und industriell verbreitet. Hier erlangte auch der Begriff "Cottage Cheese" Bekanntheit. Dieser bezieht sich auf die einfachen englischen Landhäuser ("Cottages"), in denen der Frischkäse traditionell aus überschüssiger Milch nach dem Buttern hergestellt wurde. Man kann also sagen: Die moderne Form von Cottage Cheese entwickelte sich in den Vereinigten Staaten, basierend auf älteren europäischen Traditionen. In der Schweiz wird Hüttenkäse erst seit den 70er-/80er-Jahren hergestellt. (Swissmilk)
(gb)

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