Foodfachzeitung im Internet
Admin aufrufen
Sonntag, 9. August 2026
Report
Druckansicht 15.07.2026
Bündner Rohschinken ersucht IGP-Anerkennung
Die geschützten Schweizer Spezialitäten könnten bald Zuwachs aus Graubünden erhalten: Der Bündner Rohschinken strebt eine Eintragung als geschützte Ursprungsbezeichnung IGP an.





Seit einigen Jahren umfasst das Schweizer Register unverändert 25 Spezialitäten mit geschützter Ursprungsbezeichnung AOP (Appellation d’Origine Protégée) und 16 Produkte mit geschützter geografischer Angabe IGP (Indication Géographique Protégée). Nun könnte Bewegung in die Karte kommen: Für den Bündner Rohschinken läuft ein Gesuch um Anerkennung als IGP. Geschäftsführer Alain Farine sprach an der Generalversammlung von einer erfreulichen Überraschung und äusserte die Hoffnung, dass das Verfahren zu einem positiven Ergebnis führen werde.



Bündner Rohschinken der Fleischtrocknerei Churwalden mit SFF-Goldmedaille


Die Ostschweiz ist mit Spezialitäten wie Rheintaler Ribelmais AOP, Bloder-Sauerkäse AOP oder St. Galler Bratwurst IGP bereits vertreten. Innerhalb der Vereinigung ist Graubünden dagegen bislang kaum präsent: Bündnerfleisch trägt zwar das IGP-Zeichen, die zuständige Sortenorganisation ist jedoch nicht Mitglied des Dachverbands. Mit dem Bündner Rohschinken könnte der Kanton künftig stärker in der Vereinigung verankert werden.





Bei AOP müssen Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und Herstellung vollständig in der definierten Ursprungsregion erfolgen. Für IGP muss mindestens einer dieser Produktionsschritte eng mit der namensgebenden Region verbunden sein.

Wirtschaftlich haben sich die geschützten Schweizer Spezialitäten 2025 insgesamt behauptet. Die Gesamtproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 66’520 Tonnen. Die Käseproduktion legte um 1,3 Prozent zu, während die Fleischspezialitäten ein Minus von 1,1 Prozent verzeichneten. Die übrigen Produktgruppen wuchsen um 2 Prozent. (LID)

Stichwort: .Metzgerei:
(gb)

Report – die neuesten Beiträge
07.08.2026
d Jetzt Birnen: Süss, saftig aber sensibel
24.07.2026
dStrauchbeeren im Trend
15.07.2026
dBündner Rohschinken ersucht IGP-Anerkennung
07.07.2026
dGartenbohnen auf den Teller
23.06.2026
dTrend Fibermaxxing - wie viele Ballaststoffe sind nötig?
14.06.2026 dDelikate Muscheln und Krebse aus Schweizer Gewässern
31.05.2026 d Auberginen: Mediterranes Flair aus Schweizer Anbau
17.05.2026 dErdbeeren: Süsser Höhepunkt des Frühsommers
03.05.2026 dAllzu scharf kann gesundheitlich riskant sein
25.04.2026 dEinheimische Weine gewinnen Marktanteile
10.04.2026 dBacken mit Honig
31.03.2026 d Das Ei: Wunder der Natur
23.03.2026 dMorchelsaison startet
08.03.2026 dSlow Food Markt Zürich 2026 im Rückblick
27.02.2026 dDörrfrüchte von Äpfeln über Beeren bis Steinobst
13.02.2026 d Brot backen ist Kunsthandwerk
04.02.2026 dSchweizer Büffelfleisch auf den Teller
26.01.2026 dRoggenbrot ist Brot des Jahres
14.01.2026 dGesundheitsrisiken in der Teflonpfanne?
28.12.2025 dAnstossen mit Schweiz im Glas
19.12.2025 dWeihnachten clever kochen und geniessen
11.12.2025 d Trutenbraten zum Weihnachtsfest
01.12.2025 d Lebkuchen: Duft von St. Nikolaus
23.11.2025 dMikronährstoffe bei fleischloser Ernährung
09.11.2025 dRomanesco: vitaminreicher farbenfroher Türmchenkohl
28.10.2025 dKürbis: Eine uralte Kulturpflanze im Hoch
20.10.2025 dHerbstliche Quitten richtig verarbeiten
13.10.2025 dOffiziell beste Regionalprodukte 2025
07.10.2025 dWas genau sind hochverarbeitete Lebensmittel?
29.09.2025 dSchweizer Wildfleisch – stark gefragt aber meist importiert
©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland