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Druckansicht 23.08.2008
Die ersten Schweizer Äpfel dieses Jahr werden gepflückt
Die Schweizer Apfelernte hat begonnen. Seit ein paar Tagen sind die frühen Apfelsorten erhältlich. Wissenswertes über frühe und späte Sorten sowie alte und neue.


Zu den drei grössten Anbaugebieten für die frühen Äpfel gehören die Kantone Thurgau, Wallis und Waadt, die zusammen mehr als ein Drittel der aller Frühäpfel in der Schweiz produzieren. St. Gallen, Zürich, Aargau Luzern und Bern sind weitere Regionen mit grösseren Apfelkulturen. Ab Mitte August bis Anfang September können die beiden Frühsorten Gravensteiner und Summerred geerntet werden. Weil sie jedoch am Lager schnell mehlig werden, findet man sie nur bis Ende Oktober im Angebot.

Der Gravensteiner gehört zu den ältesten Apfelsorten überhaupt – er wurde im Jahre 1669 in Dänemark entdeckt – und hat einen süss-säuerlichen Geschmack. Der erfrischend säuerlichen Summerred ist das Ergebnis einer Kreuzung der Sorten Golden Delicious und McIntosh und wurde vor rund 40 Jahren in Kanada gezüchtet.

Die Anbauflächen beider Sorten sind jedoch seit einigen Jahren leicht rückläufig. Gründe dafür sind, gerade beim Gravensteiner, der schwierige Anbau und die schlechte Haltbarkeit. So wird stets nach neuen Sorten gesucht, die sich als Frühsorte (noch) besser eignen würden.

Für süsse Gerichte mit Äpfeln eignen sich die Gewürze Vanille, Zimt und Zitronensaft gut. Sehr gut zu Süssem passt auch Calvados. Wenn es etwas exotischer zugehen soll, empfiehlt sich Asiatisches wie Curry, Ingwer, Kurkuma und Safran. (Quelle: LID)

Wissenswertes über Apfesorten

Die meisten der heute bekannten «klassischen» Apfelsorten sind nicht viel mehr als 100 Jahre alt. Im 19. Jahrhundert wurde überall versucht, aus Zufallssämlingen ertragreiche, gut schmeckende Sorten mit knackigem Fruchtfleisch und ansprechendem Äusseren zu züchten.

Seit geraumer Zeit werden nicht nur gute, schmackhafte und schöne Sorten gesucht, sondern vor allem auch solche, die gegen Schorf und Mehltau resistent sind. Durch geschickte Kreuzungen von resistenten mit beliebten Sorten versuchen die Züchter, die Vorteile zu kombinieren und die Nachteile zu eliminieren. Bis eine neue Sorte aber auf den Markt kommt, dauert es rund 20 Jahre.

Auch wenn aufgrund neuzeitlicher Anbaumethoden viele früheren Apfelsorten verschwunden sind, ist die Auswahl reichhaltig. Immer mal wieder kommt eine attraktive Neuzüchtung hinzu. Von den zehn meistgegessenen Apfelsorten der Schweiz zählen noch vier zu den «alten» Sorten: Gravensteiner, Boskoop, Cox Orange und natürlich der Golden Delicious, der vor über 100 Jahren als Zufallssämling in einem Obstgarten in den USA gefunden wurde. Jeder dritte Schweizer Apfel ist ein Golden Delicious und ist seit Jahren der ungeschlagene Spitzenreiter in der Apfelhitparade.

Zu den wichtigsten neueren Anbausorten gehören u.a. Maigold, Idared, Gala, Elstar und Rubinette. Eine vielversprechende resistente Neuzüchtung ist beispielsweise die Sorte Topaz. Weil sie resistent gegen verschiedene Krankheiten (z.B. Schorf) ist, eignet sie sich besonders für die biologische Produktion.

Apfelsorten werden in drei Kategorien unterteilt:
- Frühsorten (Klarapfel, Gravensteiner, Primerouge, Summerred)
- Herbstsorten (Cox Orange, Elstar, Kidds Orange, Rubinette)
- Lagersorten (Boskoop, Braeburn, Elstar, Gala, Golden Delicious, Idared, Jonagold, Maigold)

(Quelle: swissfruit.ch)
(gb)

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