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Druckansicht 03.08.2008
Wie Espresso zum kühlen Genuss wird
Kein kalter Kaffee im übertragenen Sinn sondern ein eisgekühltes Frischkaffee-Getränk mit Stil und Gourmetqualität. Einige Rezept-Tipps.


Mit langem Löffel und Strohhalm verziert gehört ein Glas Eiskaffee an Sommertagen auf die Karte von jedem Café. Aufgrund der Rahmhaube und der Vanilleglace ist das Getränk allerdings eher als Dessert anzusehen. Eine sommerliche Alternative zur Tasse Kaffee zwischendurch bieten hingegen Iced Caffè Latte, Frozen Cappuccino oder andere gekühlt servierte Kaffeespezialitäten.

Vorbild für den kalten Genuss ist der griechische Café frappé aus aufgeschäumtem und mit Eiswürfeln gekühltem Instantkaffee. Für eiskalte Milchkaffees mischt der Profi zerstossene Eiswürfel, Kaffee und Milch - idealerweise in einem Mixer. Je nachdem wie viel Milch zum Espresso kommt, ergeben sich ein Cappuccino, Latte Macchiato oder Caffè Latte. Im Cappuccino sind Espresso, Milch und Schaum zu ungefähr gleichen Anteilen vertreten.

Eigentlich für Kinder gedacht war der Latte Macchiato. Daher besteht er mehr aus Milch und Schaum als aus Kaffee und bedeutet passend «gefleckte Milch». Im Caffè Latte hingegen spielt der Espresso eine grössere Rolle. Er kommt auch schon mal ohne Schaum aus.

Als Hausspezialität lassen sich Kaffeegetränke aus Eiswürfeln, Milch, frischem Espresso und Schaum auch selber mixen. Dafür entweder den Espresso über Eiswürfel laufen lassen oder warm süssen und im Kühlschrank abkühlen lassen, in gewünschter Mischung mit kalter Milch und Eiswürfeln aufgiessen und mit Milchschaum abrunden. Oder statt gewöhnlicher Eiswürfel aus Wasser den Espresso in Würfelform gefrieren lassen und zur Milch geben. Dies hat den Vorteil, dass die Mischung im Laufe der Zeit nicht verwässert. Es tritt der umgekehrte Effekt ein: Je mehr Eiswürfel schmilzen, desto intensiver wird der Kaffeegeschmack.

Auch in den Kühlregalen von Supermärkten und Tankstellen findet man fertig kalte Kaffeegetränke. Als Stabilisator enthalten diese Produkte Carrageen (E 407). Der Zusatzstoff verhindert, dass sich Partikel aus dem Kaffee-Extrakt oder dem zugefügten Kakao am Boden absetzen. Manchem Kaffeeliebhaber schmecken die Fertigprodukte allerdings zu süss. Das verwundert nicht, denn in 100 Millilitern Kaffeegetränk sind je nach Produkt bis zu neun Gramm Zucker gelöst. Das entspricht rund sieben Stück Würfelzucker in einem grossen Becher. (Text: aid, Nicole Rehrmann)

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