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Ecke für Profis  10.09.2021
BÄCKEREI: Schweizer Brot neu mit Schweiz-Label
Der Verein Schweizer Brot (VSB) bringt mit der neuen Marke Schweizer Brot mehr Transparenz in Produktion, Verarbeitung und Verkauf von Schweizer Brot, Kleinbrot und Sandwichbroten. Für die Labelverwendung müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein.


Die Marke ermöglicht es den Konsument:innen, sich beim Einkauf bewusst für einheimische Produkte zu entscheiden.


Brot und Backwaren zählen zu den Lieblingsnahrungsmitteln der Schweizer:innen. Die grosse Mehrheit der Konsument:innen geht davon aus, dass das im Handel verkaufte Brot aus der Schweiz stammt. Das ist jedoch nicht immer der Fall, denn die Importzahlen von Back- und Konditoreiwaren sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Nachdem der Bundesrat und Parlament im Frühling 2021 der Einführung einer Deklarationspflicht des Herkunftslandes für Brote, Kleinbrote und Sandwichbrote zugestimmt haben, kommt jetzt noch mehr Transparenz in die Produktion und den Handel von Brot. Hierfür lanciert der VSB die neue Marke Schweizer Brot.

Dank der neuen Marke können Konsument:innen sich beim Einkaufen schneller orientieren und sich bewusst für einheimisches Brot entscheiden. Die neue Marke wird am 23. August 2021 lanciert. Die Produzent:innen und Verarbeiter:innen können die Marke nach einem Autorisierungsverfahren unter anderem auf den Verpackungen ihrer Brote, Kleinbrote und Sandwichbrote oder am Verkaufspunkt platzieren und so die Schweizer Herkunft und Verarbeitung ihrer Produkte einheitlich auszeichnen.

Für die Verwendung der Marke müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
• 80 Prozent der Rohstoffe müssen aus der Schweiz stammen, als Basis gilt mindestens Suisse Garantie-Qualität.
• Die Garantiemarke Suisse Garantie wird bis Ausgang Sammelstelle verwendet.
• Die Verarbeitung muss zu 100 Prozent in der Schweiz erfolgen.
• Der Produkteumfang gilt für: Brot (Normal-/Spezialbrot), Kleinbrot (z.B. Weggli, Gipfeli, Bürli, Semmeli, Nussbrötli) und Sandwichbrot.

Die Vorteile für Produzent:innen und Verarbeiter:innen:
• Sie gewinnen einen zusätzlichen Pluspunkt im Kundenservice, weil die Sichtbarkeit der Produktherkunft für mehr Transparenz sorgt und den Endkonsument:innen eine bewusste Entscheidung für einheimische Produkte ermöglicht.
• Die Marke zeigt das Bekenntnis zur Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft, also zu Schweizer Getreide, Mehl und Brot. Dieses Engagement wird von den Endkonsument:innen geschätzt, sie weisen eine hohe Affinität zur Schweizer Herkunft auf.
• Die Marke stärkt das Vertrauen in die erstklassige Qualität der vertriebenen Produkte.
• Wer die Marke einsetzt, hilft mit, die Konsument:innen für Schweizer Brot und dessen Mehrwerte zu sensibilisieren.





Die Marke darf von den Mitgliedern des Vereins Schweizer Brot (VSB) und auf Antrag auch von Produzent:innen und Verarbeiter:innen ohne Mitgliedschaft für die Kennzeichnung und Bewerbung von Schweizer Brot eingesetzt werden. Der Antrag zur Verwendung kann auf der Website des Vereins Schweizer Brot unter https://schweizerbrot.ch/markenlogo gestellt werden. Nach der Registrierung prüft der Verein Schweizer Brot den Antrag und autorisiert die Interessent:innen.

Im Interesse seiner Mitglieder betreibt der Verein Promotions- und Informationsarbeit zu Schweizer Brot und Backwaren, deren Verarbeitung und zum Getreideanbau. Seine Aufgabe ist es, Absatz und Konsum von Brot und damit verbunden den Verbrauch von Getreide und Mehl zu fördern. Seine Mitglieder sind der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV), der Dachverband Schweizerischer Müller (DSM), der Schweizerische Bäcker-Confiseurmeister-Verband (SBC) sowie Akteur:innen des Schweizer Detailhandels. (VSB, https://schweizerbrot.ch/)

Das Schweizer Brot will auffallen

Die Backwaren-Importe sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dagegen helfen soll die im Frühjahr beschlossene Deklarationspflicht. Aber Gesetze alleine sollen es nicht regeln, vielmehr ist die Branche auch privatrechtlich aktiv geworden und hat Ende August die neue Marke «Schweizer Brot» lanciert. «Wir haben die gesetzliche und die privatrechtliche Piste immer gleichwertig verfolgt. Wir wollen nicht auf die Politik warten, sondern auch selbst tätig sein», sagt Stephan Scheuner, Geschäftsführer des Vereins Schweizer Brot und Direktor der Branchenorganisation Swiss Granum.

Die neue Marke «Schweizer Brot» sei ein Bestandteil der Mehrwertstrategie der Branche und solle Konsumentinnen und Konsumenten für die Herkunft von Backwaren sensibilisieren. «Schweizer Brot hat einen Mehrwert und den wollen wir transparent aufzeigen. Konsumentinnen und Konsumenten sind sich teilweise nicht bewusst, dass sie Importbrot konsumieren», so Scheuner.




Produzenten und Verarbeiter können die Marke nach einem Autorisierungsverfahren verwenden und auf Verpackungen oder am Verkaufspunkt platzieren. Unter anderem müssen dafür 80 Prozent der Rohstoffe aus der Schweiz stammen und die Verarbeitung darf nur in der Schweiz erfolgen. Die Marke kann für Brot, Kleinbrot wie Gipfeli und Weggli oder auch für Sandwichbrot verwendet werden.

Der Markt nimmt die Marke positiv auf

Die Resonanz habe ihn sehr positiv überrascht, sagt Stephan Scheuner. Bisher konnte der Verein rund 70 Anträge bearbeiten. «Es handelt sich hauptsächlich um gewerbliche Bäckereien aus der ganzen Schweiz», erklärt er. Nicht nur Mitglieder des Vereins Schweizer Brot haben Anträge gestellt, sondern auch solche, die nicht im Verein vertreten sind. Auch sie können die Marke nutzen, wenn sie die Bedingungen erfüllen. Die Bäckereien liefern jeweils Umsetzungsvorschläge für die Nutzung der Marke. So dürfte sie schon bald in den Bäckereien sichtbar sein.

Der Verein plant auf das letzte Quartal des Jahres eine Radiokampagne, um die Konsumentinnen und Konsumenten auf die Mehrwerte von Schweizer Brot aufmerksam zu machen. Begleitet wird diese mit einer Online-Kampagne mit Verweis auf die Website, auf welcher der bisherige Content-Teil weitergeführt wird. Dieser beinhaltet neben Infos zu Schweizer Getreide, Mehl und Brot unter anderem auch Ideen für den Umgang mit Brot oder die Verwertung von altem Brot und leistet so aktiv einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung. (LID)
(gb)
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