Seit einigen Jahren umfasst das Schweizer Register unverändert 25 Spezialitäten mit geschützter Ursprungsbezeichnung AOP (Appellation d’Origine Protégée) und 16 Produkte mit geschützter geografischer Angabe IGP (Indication Géographique Protégée). Nun könnte Bewegung in die Karte kommen: Für den Bündner Rohschinken läuft ein Gesuch um Anerkennung als IGP. Geschäftsführer Alain Farine sprach an der Generalversammlung von einer erfreulichen Überraschung und äusserte die Hoffnung, dass das Verfahren zu einem positiven Ergebnis führen werde.
|
|
Bündner Rohschinken der Fleischtrocknerei Churwalden mit SFF-Goldmedaille
|
Die Ostschweiz ist mit Spezialitäten wie Rheintaler Ribelmais AOP, Bloder-Sauerkäse AOP oder St. Galler Bratwurst IGP bereits vertreten. Innerhalb der Vereinigung ist Graubünden dagegen bislang kaum präsent: Bündnerfleisch trägt zwar das IGP-Zeichen, die zuständige Sortenorganisation ist jedoch nicht Mitglied des Dachverbands. Mit dem Bündner Rohschinken könnte der Kanton künftig stärker in der Vereinigung verankert werden.
Bei AOP müssen Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und Herstellung vollständig in der definierten Ursprungsregion erfolgen. Für IGP muss mindestens einer dieser Produktionsschritte eng mit der namensgebenden Region verbunden sein.
Wirtschaftlich haben sich die geschützten Schweizer Spezialitäten 2025 insgesamt behauptet. Die Gesamtproduktion stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 66’520 Tonnen. Die Käseproduktion legte um 1,3 Prozent zu, während die Fleischspezialitäten ein Minus von 1,1 Prozent verzeichneten. Die übrigen Produktgruppen wuchsen um 2 Prozent.
(LID)
Stichwort: .Metzgerei:
(gb)