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NEWS: Schweizer Biermarkt wächst

Das Wetter 2018 war ausgesprochen warm und regenarm. So ergaben sich viele Gelegenheiten, draussen einen schönen lauen Abend zu geniessen. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten im Freien haben davon profitiert und viele Besucher angelockt. Im Vergleich zu den Vorjahresmonaten verzeichneten namentlich die Monate April, Mai und Juli einen ausserordentlichen Anstieg des Bierausstosses.

Der schweizerische Gesamtbiermarkt im Braujahr 2017/18 (1. Oktober 2017 bis 30. September 2018) verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,8 Prozent. Der Bierausstoss steigerte sich somit von 4'612'261 Hektoliter auf 4'695'475 Hektoliter. Der Inlandausstoss hat dabei um 3,9 Prozent zugelegt. Besonders bemerkenswert ist das positive Gesamtergebnis, weil die Bierimporte im Berichtszeitraum erneut an Terrain eingebüsst haben und ein Minus von 4,6 Prozent aufweisen. Das Wachstum der Anzahl an Brauereien ist ungebrochen, die Biervielfalt nimmt stetig zu. Auch der warme Frühling und der heisse Sommer 2018 haben einen grossen Einfluss auf das positive Resultat.

Der gesamte Biermarkt Schweiz verzeichnete im Braujahr 2017/18 (1. Oktober 2017 bis 30. September 2018) ein Wachstum von 1,8 Prozent auf 4'695'475 Hektoliter Bier (= 469'547'500 Liter). Das Resultat ist geprägt durch eine Zunahme des Inlandausstosses aller Schweizer Brauereien um 3,9 Prozent auf 3'603'485 hl (Vorjahr: 3'467'365 hl), was einem Gesamtmarktanteil von 76,7 Prozent (Vorjahr: 75,2 Prozent) entspricht. Die Bierimporte verzeichneten ein Minus von 4,6 Prozent auf 1'091'990 hl Bier (Vorjahr: 1'144'896 hl) und weisen dementsprechend einen Anteil von 23,3 Prozent am Gesamtmarkt auf (Vorjahr: 24,8 Prozent).

Zugelegt haben vor allem die Spezialitätenbiere, welche nun auf einen Anteil von 18 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) am Gesamtkonsum kommen. Das untergärige Lagerbier und das Spezialbier (Schweizer Version des Pils') erreichen einen Anteil von 82 Prozent. Der Pro-Kopf-Konsum dürfte nach ersten vorläufigen Berechnungen bei 55 Litern (Vorjahr: 54,3 Liter) liegen.

1'000 Braustätten in der Schweiz

Per 26. Oktober 2018 wurden total 995 Braustätten im "Verzeichnis der steuerpflichtigen Inlandbrauereien" der Eidgenössischen Zollverwaltung geführt. Im September 2017 waren es noch 833. Somit setzt sich der "Gründungsboom" ungebremst und gar verstärkt fort. Fakt ist aber auch, dass im Berichtsjahr einzelne Brauereien ihre Tätigkeiten aus vornehmlich wirtschaftlichen Gründen wieder einstellen mussten. Als Braustätte gilt, wer berufs- oder hobbymässig mehr als 4 Hektoliter (400 Liter) Bier pro Jahr braut oder dieses unabhängig von der Menge abgibt oder verkauft – sprich in Verkehr bringt.

Pro Jahr beenden in der Schweiz rund 10 Lernende ihre Ausbildung zum Bierbrauer. Diese Tatsache steht im Gegensatz zu der grossen Nachfrage der Branche nach ausgebildeten Berufsleuten. Auch wenn die Zahl an neuen Brauereien stetig wächst, ist zu bemerken, dass über 99 Prozent des Schweizer Bieres von 51 Brauereien gebraut werden. Ihnen gemein ist, dass sie alle jährlich über 1'000 Hektoliter (100'000 Liter) Bier ausstossen und das Bierbrauen professionell betreiben. Sie verfügen über Brauerei-Infrastrukturen, mit welchen eine Ausbildung der Lernenden in den meisten Fällen im Betrieb selber sichergestellt werden kann. In kleineren Braustätten ist dies nicht immer der Fall, so kann zum Beispiel eine Flaschenabfüllanlage fehlen. Das strategische Ziel ist klar: Es sollen mehr junge Leute motiviert werden, die Ausbildung zum Bierbrauer (Lebensmitteltechnologen, Schwerpunkt Bier) in Angriff zu nehmen und diese abzuschliessen.

Freiwillige Transparenz und Information

Gemäss Gesetz besteht für Produzenten alkoholhaltiger Getränke über 1,2 Volumenprozent Alkohol keine Verpflichtung, die Zutaten oder die Nährwerte zu deklarieren. Die SBV-Mitglieder haben nun aus Eigeninitiative entschieden, diese Informationen den Konsumentinnen und Konsumenten zur Verfügung zu stellen. Sie werden – was seit Langem ohnehin schon auf freiwilliger Basis praktiziert wird – die bierigen Zutaten auf den Etiketten aufführen. Neu wird auch der Brennwert (Kilokalorien und Kilojoule) in kcal/kJ pro Deziliter (100 ml) Bier ausgewiesen. Beim letzteren ist es den Brauereien freigestellt dies auf der Etikette oder "off-label", also zum Beispiel über eine entsprechende Webseite sicherzustellen. "Diese Umstellung benötigt eine angemessene Übergangsfrist, wird aber zur Transparenz und erhöhter Kundeninformation führen", präzisiert Dr. Markus Zemp, Präsident des Schweizer Brauerei-Verbandes.

Schweizermeister der Bier-Sommeliers

Die Ausbildung zum/r Schweizer Bier-Sommelier/Sommelière erfreut sich einem ungebrochenen Zuspruch. Über 400 Personen haben seit 2011 die Ausbildung, welche von GastroSuisse in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Brauerei-Verband angeboten wird, erfolgreich absolviert. Bereits zum dritten Mal fand nun am 10. November 2018 die Schweizer Meisterschaft der Bier-Sommeliers in Bern statt. An diesem Wettkampf wurde anhand eines harten Auswahlverfahrens Martin Droeser aus Gelterkinden zum Schweizermeister der Bier-Sommeliers erkoren. Die vier Erstplatzierten der Schweizer Meisterschaft haben sich zudem für die 6. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier, welche am 27. September 2019 in Rimini stattfinden wird, qualifiziert. Da rufen wir jetzt schon "Hopp Schwiiz".

26. April 2019: Tag des Schweizer Bieres

Freitag, 26. April 2019, ist Tag des Schweizer Bieres. Dieser Tag soll Bier im Zusammenhang mit Bierkultur und Brauereitradition erlebbar machen. Zugleich versinnbildlicht er auch den Start in die Biersaison. Bereits am Donnerstag, 25. April 2019, beginnen die Feierlichkeiten mit einem bierigen Festanlass im Bierhübeli in Bern.

2019 findet zum zweiten Mal der Swiss Beer Award statt. "Es handelt sich dabei um die nationale Prämierung von Bieren verschiedenster Stile, die von Brauereien in der Schweiz oder Liechtenstein gebraut werden", erklärt Marcel Kreber, Direktor des Schweizer Brauerei-Verbandes. Es werden wiederum alle biersteuerpflichtigen Brauereien eingeladen, ihre Biere zahlreich einzuschicken. In Zusammenarbeit mit der Labor Veritas AG und der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie ausgewiesenen Bier-Sommeliers und -Sensorikern werden die Biere anschliessend nach strengen Beurteilungskriterien labortechnisch untersucht und sensorisch bewertet. Mehr unter www.swissbeeraward.ch. (SBV 27.11.2018)

(gb)

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Die Kalb- und Rindfleischproduktion in der Schweiz ist eng an die Milchproduktion gekoppelt. Seit ein paar Jahren stellen immer mehr Betriebe die Milchproduktion ein. Das bekommt die Fleischbranche zu spüren: den Kälbermästern fehlen die Kälber.
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