Foodfachzeitung im Internet
Freitag, 23. Oktober 2020
Tipp
21.09.2020
Buchtipp: Einfach gute Steaks

Das Beste von Rind, Schwein, Poulet & Co. – klassisch oder neu. Mal köstlich gefüllt, mal mit Kruste: die ganze Vielfalt saftiger Steaks. Der Weg zum perfekten Gargrad isteinfach erklärt.
News, Tipps, …
Druckansicht12.10.2020
Wissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte

Was wir essen, hängt von vielen Faktoren ab. Auch die Werbung für Lebensmittel beeinflusst unsere Ernährungsweise und kann nachhaltigere Konsumentscheidungen behindern. Das geht aus dem Gutachten des unabhängigen wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hervor.

Nach Angabe des WBAE wird wesentlich mehr Werbung für Produkte mit einer tendenziell ungünstigen Nährstoffzusammensetzung wie Süsswaren, Softdrinks und Snacks geschaltet als für eher gesundheitsförderliche Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Nüsse. Denn bei hoch verarbeiteten Produkten mit niedrigen Herstellungskosten – wie zum Beispiel Süssigkeiten – lohnt sich das Marketing besonders. In diesem Segment gibt es mehr Markenartikel, die zu höheren Gewinnen beitragen.

Vor allem kleinere Kinder sind stark durch Werbung beeinflussbar, berichtet der WBAE. In Studien haben Wissenschaftler nachgewiesen, dass Kinder mehr von den Produkten essen, für die sie einen Werbeclip gesehen haben. Das kann zu einer höheren Kalorienaufnahme führen und damit das Risiko für Übergewicht erhöhen. Kinder sehen Marketingmassnahmen noch nicht mit der nötigen Skepsis. Mit zunehmendem Alter lernen die Heranwachsenden den Umgang mit Werbung. Allerdings lassen sich auch Jugendliche von „Influencern“ beeinflussen, die in sozialen Medien verschiedene Produkte anpreisen.

Einige Lebensmittel- und Getränkekonzerne haben auf EU-Ebene eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, an Kinder gerichtete Werbung für stark fett-, zucker- und salzhaltige Lebensmittel einzuschränken (EU-Pledge). Diese Initiative besteht seit dem Jahr 2007. Allerdings ist die Wirksamkeit dieser Massnahmen begrenzt. In Deutschland hat die Zahl entsprechender an Kinder gerichteter Werbeclips zwar abgenommen, zu den Sendezeiten des „Erwachsenenfernsehens“ werden aber nach einer Untersuchung der Universität Bonn weiterhin problematische Produkte in kindgerechter Weise beworben, obwohl auch hier oft Kinder vor dem Fernseher sitzen.

Nach Ansicht des WBAE sind wirksamere Massnahmen notwendig – vor allem zum Schutz von Kindern aus schwierigen Verhältnissen. Die Wissenschaftler halten es für sinnvoll, grundsätzliche Werbeeinschränkungen für wenig gesundheitsförderliche Produkte für bestimmte Zielgruppen zu erlassen – ähnlich wie in einigen skandinavischen Ländern. In Schweden und Norwegen ist Lebensmittelwerbung, die an Kinder unter 12 Jahren gerichtet ist, untersagt. Ausserdem sollten die Schutzmechanismen auch auf das Internetmarketing einschliesslich den sozialen Medien und Influencern ausgeweitet werden, so der WBAE. (BZfE)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
21.10.2020
dFORSCHUNG: Die wahren Kosten je nach Lebensmittelart
20.10.2020
dTIPP: Slow Food Market 24.10.2020 in Zürich
19.10.2020
dTREND: Baumnuss-Produktion boomt in der Schweiz
18.10.2020
dNEWS: Niklas Schneider ist offiziell bester Schweizer Koch 2020
14.10.2020
dFORSCHUNG: Fördert rotes Fleisch Darmkrebs?
13.10.2020dTIPPS: Caramelbonbons und Fudge herstellen
12.10.2020dWissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte
11.10.2020dTIPP: Luzerner Käsefest findet trotz Corona statt
07.10.2020dFORSCHUNG: Neuartige Biofolie verlängert Frische achtfach
06.10.2020dAm 9. Oktober ist Welt-Ei-Tag
05.10.2020dFORSCHUNG: Naturstoff Quercetin hemmt Coronavirus
04.10.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» kritisiert zu hohe Labelfleisch-Margen
30.09.2020dFORSCHUNG: Raps statt Soja als Pflanzenprotein-Rohstoff
29.09.2020dFORSCHUNG: Ranzigkeit von Leinöl vermeiden
27.09.2020dNEWS: Fairtrade-Konsum erreicht neuen Rekord
23.09.2020dSimon Grimbichler ist offiziel bester Jung-Fleischkoch 2020
22.09.2020dNEWS: Micarna züchtet Felchen und Egli in Birsfelden
17.09.2020dNEWS: SÜFFA 2020 ist abgesagt
16.09.2020dWissenswertes über Salzsorten
15.09.2020dFORSCHUNG: Auch Bakterien stiften Weinaroma
14.09.2020dTIPP: Raclette-Festival in Spreitenbach
09.09.2020dShiitake-Pilze sind antikanzerogen und Immunsystem-stärkend
08.09.2020dTIPP: Truck Stop Tour statt Streetfood Festival
07.09.2020dNEWS: Linard Lüchinger ist offiziell bester Burgergrilleur 2020
02.09.2020dEher Jod als Vit.B12 ist Sorgenkind bei veganer Ernährung
01.09.2020dNEWS: Innovative Reifegrad-Messung für Avocados
31.08.2020dTIPP: Final «Burger Challenge» 2020 am 5. 9.
30.08.2020dNEWS: Stetig weniger Antibiotika in der Tiermedizin
26.08.2020dNEWS: Neue Ombudsstelle für Tierwohl am Start
25.08.2020dDetailhandelsverband warnt vor Maskenpflicht in Läden
Ecke für Profis
23.10.2020
.METZGEREI: Aromatisches Fleisch von exotischem Rindvieh

In der Rindviehfamilie gibt es Exoten, die auch in der Schweiz gehalten werden. Ihr Fleisch besitzt vorteilhafte Eigenschaften. Bisons gelten als Wildtiere, anders die zahmeren Wasserbüffel, Yak und Zebu.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland