Foodfachzeitung im Internet
Sonntag, 29. November 2020
Tipp
21.09.2020
Buchtipp: Einfach gute Steaks

Das Beste von Rind, Schwein, Poulet & Co. – klassisch oder neu. Mal köstlich gefüllt, mal mit Kruste: die ganze Vielfalt saftiger Steaks. Der Weg zum perfekten Gargrad isteinfach erklärt.
News, Tipps, …
Druckansicht04.10.2020
KOMMENTAR: «Tierschutz» kritisiert zu hohe Labelfleisch-Margen

Eine Studie der Forschungsanstalt Agroscope im Auftrag des Schweizer Tierschutzes STS hat unter Einbezug realer Konsumdaten berechnet, wie Konsumenten auf Preisänderungen reagieren. Das Ergebnis: Einerseits haben Schweizer Konsumenten ein ausgeprägtes Interesse an artgerechter Tierhaltung. Auf der anderen Seite stagniert der Absatz von Fleischprodukten mit Tierwohlsiegel (Label- oder Biofleisch) seit einigen Jahren. Ist für viele Kunden der Preis von Label- oder Bioprodukten zu hoch?

Je nach Produktionsverfahren (konventionell, Label, Bio) und Produktkategorie (Rind, Schwein, Geflügel) reagieren Konsumenten unterschiedlich auf tiefere Preise. Bei Bioprodukten ist das Absatzpotential am grössten. Wenn der Verkaufspreis um 10 % sinkt, ergibt sich bei Rindfleisch eine Absatzsteigerung von bis zu 27 %, bei Schweinefleisch reicht sie sogar bis zu 32 %. Geflügelfleisch erfährt kaum mehr Absatz. Wechselkäufer, die von konventioneller Ware zu Labelfleisch wechseln, gibt es bei Rind- und Geflügelfleisch nur beschränkt. Beim Schweinefleisch indes geschieht dies vermehrt: Die Verteuerung der konventionellen Ware gegenüber Label-Produkten um 10% kann hier zu einer Absatzsteigerung von bis zu 34% führen.

Eine mögliche Erklärung für dieses Ergebnis ist, dass die Preisunterschiede zwischen konventioneller Ware und Labelfleisch beim Rind ausgeprägter als beim Schweinefleisch sind. Somit bleibt Labelrindfleisch für viele Konsumenten zu teuer. Ebenfalls vorstellbar ist, dass das Warenangebot in den unterschiedlichen Filialen so stark variiert, dass Konsumenten nicht immer zu allen Labelprodukten greifen können.

Fazit: Preissenkungen bei Bioprodukten locken Konsumenten an, bei Labelfleisch sind auch höhere Preise konventioneller Waren von Bedeutung. Am deutlichsten ist das Ergebnis beim Schweinefleisch, wo eine Absatzsteigerung von bis zu ca. 30% erfolgen kann: einerseits beim Bio-Schweinefleisch durch eine Preissenkung von 10%, andererseits beim Label-Schweinefleisch durch die Verteuerung der konventionellen Produkte. (Text: Agroscope)

Kommentar des Schweizer Tierschutz STS

Nachhaltig und tierfreundlich erzeugte Fleischsortimente werden im Markt mit überhohen Verteilermargen preislich unattraktiv positioniert. Demgegenüber wird der Absatz von konventionellen Sortimenten gefördert, indem sie zu «Kampfpreisen» angeboten werden. Es findet ein Dumping auf Kosten der Tiere statt. Der STS fordert die Marktakteure zum dringenden Handeln auf.

Im Austausch mit Markakteuren hat der STS den Branchenansatz «maximale Preisrelationen» entwickelt und möchte nun die Detailhändler verpflichten, sich an gewisse maximale Bandbreiten bei den Labelpreisen zu halten, ihre zentrale Rolle innerhalb der Wertschöpfungskette zu nutzen und die Labelmärkte neu zu beleben. Die Umkehr der Preispolitik ist auch eine zentrale Forderung an den Bund, mit Lenkungsmassnahmen die Kostenwahrheit sicherzustellen. (STS)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
25.11.2020
dTIPP: Zürcher Weihnachtsmärkte trotz Corona
24.11.2020
dFORSCHUNG: Innovative Schnell-Trocknung im Ionenwind
24.11.2020
dTIPPS: Meerrettich und Wasabi richtig verwenden
22.11.2020
dFORSCHUNG: intelligente Fleischverpackung erkennt Frischeverlust
18.11.2020
dNEWS: Migros lanciert Eier ohne Tötung männlicher Küken
17.11.2020dNEWS: Michel Péclard ist offiziell bester Gastronom 2020
16.11.2020dFORSCHUNG: Apfelschalen statt synthetische Antioxidantien
15.11.2020dNEWS: Weniger Biscuits und Süsswaren exportiert
11.11.2020dTIPP: Paprikagewürz von edelsüss bis rosenscharf
10.11.2020dKOMMENTAR: Dichtung und Wahrheit über Clean Eating
09.11.2020dFORSCHUNG: Vitamin E aus Palmöl stärkt Immunsystem
08.11.2020dNEWS: Migros lanciert Selbst-Abfüllen in Filialen
05.11.2020dIngwer boomt – und wächst in der Schweiz
03.11.2020dDetailhandel-Standards können umweltschädlich sein
01.11.2020dFORSCHUNG: Insekten verwerten Bioabälle effizient und nachhaltig
28.10.2020dNEWS: Starker Umsatzeinbruch bei Schweizer Schoggi
27.10.2020dFORSCHUNG Bioverpackungen mit gleich guten Barrieren wie konventionelle
26.10.2020dTIPP: Pilze statt Fleisch auf dem Teller
25.10.2020dNEWS: Dinkel liegt stark im Trend
21.10.2020dFORSCHUNG: Die wahren Kosten je nach Lebensmittelart
20.10.2020dTIPP: Slow Food Market 24.10.2020 in Zürich
19.10.2020dTREND: Baumnuss-Produktion boomt in der Schweiz
18.10.2020dNEWS: Niklas Schneider ist offiziell bester Schweizer Koch 2020
14.10.2020dFORSCHUNG: Fördert rotes Fleisch Darmkrebs?
13.10.2020dTIPPS: Caramelbonbons und Fudge herstellen
12.10.2020dWissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte
11.10.2020dTIPP: Luzerner Käsefest findet trotz Corona statt
07.10.2020dFORSCHUNG: Neuartige Biofolie verlängert Frische achtfach
06.10.2020dAm 9. Oktober ist Welt-Ei-Tag
05.10.2020dFORSCHUNG: Naturstoff Quercetin hemmt Coronavirus
Ecke für Profis
27.11.2020
.BÄCKEREI: Neue Erkenntnisse zu Weizen- / Dinkel-Unverträglichkeit:

Eine neue Studie zeigt, dass die Proteine bei Weizen und Dinkel auch von Sorte und Anbauort abhängen. Der Gehalt potenziell allergener Proteine kann um den Faktor 20 schwanken.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland