Foodfachzeitung im Internet
Freitag, 23. Oktober 2020
Tipp
21.09.2020
Buchtipp: Einfach gute Steaks

Das Beste von Rind, Schwein, Poulet & Co. – klassisch oder neu. Mal köstlich gefüllt, mal mit Kruste: die ganze Vielfalt saftiger Steaks. Der Weg zum perfekten Gargrad isteinfach erklärt.
News, Tipps, …
Druckansicht27.07.2020
Höheres Coronarisiko in Fleisch-Zerlegereien

Eine deutsche Studie hat die Ursprünge des ersten Coronaausbruchs im Mai 2020 bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück untersucht, dem grössten Fleischverarbeitungskomplex Deutschlands. Die Ergebnisse rekonstruieren die initialen Übertragungsereignisse im Mai 2020 im Fleischzerlegebetrieb: Ausgehend von einem einzigen Mitarbeiter wurde das Virus auf mehrere Personen in einem Umkreis von mehr als acht Metern übertragen. Die hauptsächliche Übertragung fand im Zerlegebereich statt, in dem Luft fortwährend umgewälzt und auf zehn Grad Celsius gekühlt wird. Demgegenüber spielte die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften während der untersuchten Phase des Ausbruchs keine wesentliche Rolle.

Zudem zeigt eine Auswertung der Virussequenzen, dass sich alle SARS-CoV-2-positiv getesteten Personen aus dem Infektionscluster im Mai 2020 einen Satz von acht Mutationen teilen, der zuvor noch nicht beobachtet worden war. Die gleiche Kombination von Mutationen konnte auch in Proben aus der Zeit zwischen dem anfänglichen Infektionscluster und dem nachfolgenden, sehr viel grösseren Ausbruch im Juni 2020 in derselben Fleischverarbeitungsanlage nachgewiesen werden - eine Beobachtung, die auf ein fortlaufendes Ausbruchsgeschehen hindeutet.

Dazu Prof. Adam Grundhoff, Mitautor der Studie und Forschungsgruppenleiter am HPI: «Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Bedingungen im Zerlegebetrieb – also die niedrige Temperatur, eine niedrige Frischluftzufuhr und eine konstante Luftumwälzung durch die Klimaanlage in der Halle förderten, die Aerosolübertragung von Corona-Partikeln über grössere Entfernungen hinweg förderten. Dies zusammen mit anstrengender körperlicher Arbeit».

Es sei sehr wahrscheinlich, dass diese Faktoren generell eine entscheidende Rolle bei den weltweit auftretenden Ausbrüchen in Fleisch- oder Fischverarbeitungsbetrieben spielen. Unter diesen Bedingungen sei ein Abstand von 1,5 bis 3 Metern alleine ganz offenbar nicht ausreichend, um eine Übertragung zu verhindern.

Und Melanie Brinkmann, Professorin an der Technischen Universität Braunschweig und Forschungsgruppenleiterin am HZI sagt: «Unsere Studie beleuchtet SARS-CoV-2-Infektionen in einem Arbeitsbereich, in dem verschiedene Faktoren aufeinandertreffen, die eine Übertragung über relativ weite Distanzen ermöglichen. Es stellt sich nun die wichtige Frage, unter welchen Bedingungen Übertragungsereignisse über grössere Entfernungen in anderen Lebensbereichen möglich sind». Die Studie erfolgte im Heinrich-Pette-Institut, im Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) wurden. (Text: Heinrich-Pette-Institut)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
21.10.2020
dFORSCHUNG: Die wahren Kosten je nach Lebensmittelart
20.10.2020
dTIPP: Slow Food Market 24.10.2020 in Zürich
19.10.2020
dTREND: Baumnuss-Produktion boomt in der Schweiz
18.10.2020
dNEWS: Niklas Schneider ist offiziell bester Schweizer Koch 2020
14.10.2020
dFORSCHUNG: Fördert rotes Fleisch Darmkrebs?
13.10.2020dTIPPS: Caramelbonbons und Fudge herstellen
12.10.2020dWissenschafter fordern Werbebeschränkungen für ungesunde Produkte
11.10.2020dTIPP: Luzerner Käsefest findet trotz Corona statt
07.10.2020dFORSCHUNG: Neuartige Biofolie verlängert Frische achtfach
06.10.2020dAm 9. Oktober ist Welt-Ei-Tag
05.10.2020dFORSCHUNG: Naturstoff Quercetin hemmt Coronavirus
04.10.2020dKOMMENTAR: «Tierschutz» kritisiert zu hohe Labelfleisch-Margen
30.09.2020dFORSCHUNG: Raps statt Soja als Pflanzenprotein-Rohstoff
29.09.2020dFORSCHUNG: Ranzigkeit von Leinöl vermeiden
27.09.2020dNEWS: Fairtrade-Konsum erreicht neuen Rekord
23.09.2020dSimon Grimbichler ist offiziel bester Jung-Fleischkoch 2020
22.09.2020dNEWS: Micarna züchtet Felchen und Egli in Birsfelden
17.09.2020dNEWS: SÜFFA 2020 ist abgesagt
16.09.2020dWissenswertes über Salzsorten
15.09.2020dFORSCHUNG: Auch Bakterien stiften Weinaroma
14.09.2020dTIPP: Raclette-Festival in Spreitenbach
09.09.2020dShiitake-Pilze sind antikanzerogen und Immunsystem-stärkend
08.09.2020dTIPP: Truck Stop Tour statt Streetfood Festival
07.09.2020dNEWS: Linard Lüchinger ist offiziell bester Burgergrilleur 2020
02.09.2020dEher Jod als Vit.B12 ist Sorgenkind bei veganer Ernährung
01.09.2020dNEWS: Innovative Reifegrad-Messung für Avocados
31.08.2020dTIPP: Final «Burger Challenge» 2020 am 5. 9.
30.08.2020dNEWS: Stetig weniger Antibiotika in der Tiermedizin
26.08.2020dNEWS: Neue Ombudsstelle für Tierwohl am Start
25.08.2020dDetailhandelsverband warnt vor Maskenpflicht in Läden
Ecke für Profis
23.10.2020
.METZGEREI: Aromatisches Fleisch von exotischem Rindvieh

In der Rindviehfamilie gibt es Exoten, die auch in der Schweiz gehalten werden. Ihr Fleisch besitzt vorteilhafte Eigenschaften. Bisons gelten als Wildtiere, anders die zahmeren Wasserbüffel, Yak und Zebu.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland