Foodfachzeitung im Internet
Mittwoch, 29. Januar 2020
Tipp
23.12.2019
ISM 2020 setzt auf Snacks

Die ISM, weltweit grösste Messe für Süsswaren und Snacks, setzt im kommenden Jahr einmal mehr auf Trend- und Natural Snacks.
News, Tipps, …
Druckansicht20.11.2019
TIPP: Food Waste vermeiden schont Umwelt und Portemonnaie

Weggeworfene, aber eigentlich essbare Nahrungsmittel belasten die Umwelt. Dies macht in der Schweiz 25 Prozent der Umweltbelastung der gesamten Ernährung aus. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie der ETH Zürich. Mitberücksichtigt werden auch die Lebensmittelverluste, die wir mit dem Konsum importierter Produkte verursachen.

Je später in der Produktions- und Vermarktungskette ein Lebensmittel verloren geht, desto mehr Umweltbelastung ist bereits entstanden, weil Ressourcen verbraucht und Emissionen verursacht wurden für Transport, Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und Zubereitung. So stammt mehr als die Hälfte der Umweltbelastung von Food Waste, nämlich 52 Prozent, aus Haushalten und Gastronomie. 27 Prozent entfallen auf die Verarbeitungsindustrie und 8 Prozent auf den Handel. Die landwirtschaftliche Produktion von Nahrungsmitteln, die ganz am Anfang der Kette steht, macht 13 Prozent der Umweltbelastung aus, und zwar grösstenteils im Ausland.

Die durch Food Waste verursachten Treibhausgasemissionen tragen auch zum Klimawandel bei. Gemäss einer neuen ETH-Studie im Auftrag des BAFU liessen sich in der Schweiz pro Jahr rund 500 kg CO2-Äquivalente pro Person vermeiden, wenn Essbares nicht weggeworfen würde. Der Landverbrauch für den Anbau der weggeworfenen Lebensmittel entspricht der Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Flächen der Schweiz.

Fleisch, Kaffee und Kakao, Butter, Eier, mit dem Flugzeug importierte Produkte sowie Öle und Fette, Fisch und Käse verursachen die grösste Umweltbelastung pro Kilogramm. Trotz verhältnismässig geringer Umweltbelastung pro Kilogramm fallen die Verluste von Früchten und Gemüse ins Gewicht, weil sie in grossen Mengen weggeworfen werden. Zudem geht Food Waste ins Geld: In den Schweizer Haushalten landen Lebensmittel im Wert von über 600 CHF pro Person und Jahr im Abfall.

Weggeworfene Lebensmittel werden als Futtermittel, zur Produktion von Strom und Wärme oder als Dünger verwertet. Dadurch reduziert sich die Umweltbelastung, die bei der Herstellung dieser Lebensmittel entsteht, um 12 Prozent.

Besonders wirksam sind Massnahmen zur Reduktion von Food Waste in den Privathaushalten, der Gastronomie und im Detailhandel. Zentral sind laut der Studie Sensibilisierungs- und Bildungsmassnahmen, weil Konsumentinnen und Konsumenten durch ihr Verhalten die Verluste im Haushalt (z.B. durch optimale Lagerung und Verwertung der Reste) und im gesamten Ernährungssystem beeinflussen können.

Im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs) ist die Schweiz aufgefordert, bis 2030 die Lebensmittelverluste pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene zu halbieren und jene entlang Produktions- und Vermarktungskette zu verringern. Die gesamte Umweltbelastung der Ernährung würde somit um 10-15 Prozent abnehmen. (BAFU)
(gb)

News, Tipps, … – die neuesten Beiträge
29.01.2020
dTIPP: Reis richtig kochen – trocken oder sämig mit Biss
28.01.2020
dWelternährung ohne Umweltschaden ist machbar
27.01.2020
dNEWS: Migros steigert Umsatz um 0.7%
23.01.2020
dNEWS: Migros entwickelt «Vertical Farm» in Basel
22.01.2020
dNEWS: Herkunft Schweiz ist bei Fleisch analytisch nachweisbar
21.01.2020dNEWS: Chilischärfe ist vermutlich Herz-schonend
20.01.2020dKOMMENTAR: Ungenügender Tierschutz im Schlachthof
16.01.2020dNEWS: Detailhandel stagniert aber Coop prosperiert
15.01.2020dTIPP: Zukunftskongress für Süsswaren- und Snackbranche
14.01.2020dTIPP: Kochwasser erst salzen wenn es heiss ist
13.01.2020dSAISON: Who is Who bei den Zitrusfrüchten
09.01.2020dNEWS: Fleisch-Haltbarkeit mit Milchsäurebakterien verlängern
08.01.2020dTIPP: Federkohl-Rosenkohl-Kreuzung Kalettes ohne Kohlgeruch
07.01.2020dTIPPS: Who is who bei den Hülsenfrüchten
06.01.2020dKonjaknudel: quellfreudig und kalorienarm. Zum abspecken geeinget?
30.12.2019dTIPP: Oliven als Zutat beim Kochen
19.12.2019dNEWS: Proteinreiche Diät kann den Nieren schaden
18.12.2019dSAISON: Genfer Kardy – distelartiges Festtags-Gemüse
17.12.2019dTIPP: Ananas ist gesund, reift aber nicht nach
16.12.2019dNEWS: FBKplus, neue Schweizer Food-Fachmesse geplant
12.12.2019dKOMMENTAR: Sind Low-carb / High-fat-Diäten sinnvoll?
11.12.2019dSAISON: Ceylon-Zimt oder Cassia-Zimt?
10.12.2019dTIPP: Ofengaren auch für Gemüse
09.12.2019dNEWS: Café crème wird günstiger
05.12.2019dNEWS: Schweizer Biermarkt wächst - Bierimage wandelt sich
04.12.2019dNEWS: Bundesrat gegen strengere Brot-Deklaration
03.12.2019dGRATULATION: offiziell beste Bioprodukte 2019
02.12.2019dGrosses Sterben der kleinen Metzgereien, Bäckereien, Beizen und Bauernhöfe
28.11.2019dFORSCHUNG: über gute, schlechte und neue Kohlenhydrate
27.11.2019dMacht Kaloriendeklaration bei Speisen im Restaurant Sinn?
Ecke für Profis
25.01.2020
CONFISERIE: Süss verpackt ist halb verkauft

Welch wichtigen Einfluss Verpackungen auf die Entscheidung des Konsumenten am Point of Sale haben, zeigt sich gut bei Süss- und Backwaren.
Navigations-Tipp:
Für die Smartphone-Ansicht klicken Sie auf Druckansicht.



Surf-Tipps

foodaktuell.ch
Internetmagazin für die Lebensmittelbranche

Metzgereizeitung foodaktuell (Print-Journal)
www.mpv.ch > foodaktuell



©opyrights ...by ask, ralph kradolfer, switzerland