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18.06.2018
Maestranis Chocolarium in Flawil: eine Erfolgsstory

Das Ausflugsziel Maestranis Chocolarium in Flawil hat sich als Renner entpuppt.
Report
Druckansicht29.11.2014
Rekord-Zwiebelmenge am Berner Zibelemärit 2014
60 Tonnen Zwiebeln als Zöpfe und Ketten am Berner Zibelemärit. Fotoreportage


Der Zibelemärit (Zwiebelmarkt) ist der grösste Markt in Bern. Er findet immer am vierten Montag im November in mehreren Gassen zwischen Bundesplatz mit Bundeshaus (Bild), Waisenhausplatz und Hauptbahnhof statt.

Das Volksfest rund um die Zwiebel begann am 24.11.2014 morgens um sechs Uhr in der Berner Innenstadt. Die Gemüseverkäufer versuchten eine Rekordmenge von 60 Tonnen Zwiebeln sowie Lauch, Chnobli, Rüebli und Schwarzwurzel in künstlerischen Geflechten an die heimischen und internationalen Besucher zu bringen.


Nirgends im Land werden so viele Zwiebeln an einem Tag verkauft wie am Zibelemärit in Bern. Dieses Jahr standen fast 60 Tonnen Zwiebeln zum Verkauf – ein neuer Rekord.

Ein grosser Teil der Marktfahrer-Angebote sind kunstvolle Zwiebelzöpfe, Zwiebelkränze und Zwiebelfiguren aus echten Zwiebeln. Ausserdem farbig verpackte Fondant-Süsswaren als Zwiebelkette und andere Foodprodukte vom Salami bis zum Käse. Hinzu kommen Nonfoodprodukte wie Textilien, Schmuck, Keramik und Spielwaren. Und nicht zu vergessen: warme Zwiebelwähe, Zwiebelsuppe sowie oft am Stand produzierte Spezialitäten wie fritierte Apfelküchlein.



Der Zibelemärit ist nicht nur für Berner ein grosses Fest, sondern gilt schweizweit als einmaliges Ereignis in der Vorweihnachtszeit. Die ersten auswärtigen Gäste reisen bereits in der Frühe an, um ins bunte Treiben einzutauchen und sich die schönsten Zwiebelzöpfe zu sichern.



Offiziell beginnt der Markt um 6 Uhr und endet um 18 Uhr. Tatsächlich geht es aber schon um 4 Uhr in der Frühe los, und die ersten Morgenstunden sind ein Geheimtipp für Kälte- und Dunkelheits-resistente Romantiker. Ab 9 Uhr ist oft fast kein Durchkommen mehr.



Der Zibelemärit 2014 hat es für den Verband Schweizer Gemüseproduzenten gleich doppelt in sich: einerseits wird das beliebteste Lagergemüse der Schweiz gefeiert. Die Zwiebel bringt einen bekanntlich schnell zum Weinen. Andererseits ehrt der Verband seinen Präsidenten Hannes Germann, dessen Amtszeit als Ständeratspräsident gerade zu Ende geht, und überreichte ihm einen speziellen Zwiebelzopf. Als Präsident des Verbandes Schweizer Gemüseproduzenten ist Hannes Germann weniger bekannt, als Ständerat und als Ständeratspräsident 2014 hingegen schon.


Die Bauern flochten wunderschöne rot-weisse Zwiebelkränze und -zöpfe in den letzten Wochen auf diesen Tag hin.

Schweizer Zwiebeln sind gemäss Statistik das sechst-beliebteste Gemüse und das ganze Jahr über verfügbar. Knapp 27‘000 Tonnen des Lagergemüses wurden letztes Jahr geerntet



An keinem Tag sonst werden so viele Zwiebeln an einem Ort verkauft und gegessen wie am Zibelemärit in Bern. Für einmal sind sie mehr als nur Beigemüse oder Gewürz. (Text: zT VSGP)


Die Zwiebelfiguren aus echten Zwiebeln sind zu schön, um sie je in die Pfanne zu hauen.

Die Zahl der Standplätze war total 654. An 166 Ständen wurde Verpflegung angeboten, an 287 Ständen Waren aller Art und immerhin an 201 Ständen Zwiebeln, Gemüse und Obst.


Touristen sollten sich sofort eine Zwiebelkette um den Hals hängen, damit man sieht, dass sie nicht nur Handyfotos machen sondern auch etwas kaufen. Und um zu vermeiden, von weitem als Touristen erkannt zu werden, sollten sie das berndeutsche Wort für «ja» lernen: iiu (der Akzent liegt auf dem ii, sonst tönt es wie das englische you).

Für die Jungen und Junggebliebenen ist der Höhepunkt jeweils die Konfettischlacht, die offiziell um 16 Uhr beginnt aber heute sind viele Kinder schon am Morgen in Schlacht-Laune. Um sich zu wehren, kaufe man ein quietschendes Plastic-Hämmerchen, aber Achtung: die Schlacht könnte dann eskalieren.


Touristen aus der Ostschweiz müssen beachten, dass die Zwiebelwähe in Bern nicht Bölleflade heisst sondern Zibelechueche. Wer kein reines Berndeutsch spricht, versuche es mit Französisch (Freiburger Dialekt) oder Japanisch (egal welcher Dialekt), das kommt am besten an.

Im Online-Kanal zeigt der Verband Schweizer Gemüseproduzenten, wie man einfach und schnell einen feinen Zwiebelkuchen backen kann: www.gemüsetv.ch. Und hier das Rezept von Betty Bossi:

Rezept: Berner Zibelechueche

Kuchenteig:
200 g Mehl
0.5 TL Salz
75 g Butter, in Stücken, kalt
1 dl Wasser

Füllung:
40 g Butter
700 g Zwiebeln, fein gehackt
4 Eier
2 dl Vollrahm
1 TL Salz
wenig Pfeffer
Butterflöckli

1. Mehl und Salz in einer Schüssel mischen. Butter beigeben, Hand zu einer gleichmässig krümeligen Masse verreiben. Wasser dazugiessen, rasch zu einem weichen Teig zusammenfügen, nicht kneten. Teig flach drücken, zugedeckt ca. 30 Min. kühl stellen.

2. Butter in einer weiten Pfanne warm werden lassen. Zwiebeln bei mittlerer Hitze unter häufigem Wenden ca. 15 Min. andämpfen, etwas abkühlen. Eier mit Rahm verrühren, würzen, mit den Zwiebeln mischen.

3. Teig auf wenig Mehl rund (ca. 32 cm Ø) auswallen, in das mit Backpapier belegte Blech legen. Boden mit einer Gabel dicht einstechen. Zwiebelmasse daraufgeben, Butterflöckli darauf verteilen. (www.bettybossi.ch)

Weiterlesen: Zwiebeln: Wissenswertes und Tipps
(gb)

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